Hinsehen

Hume erläuterte vor 250 Jahren die Vorteile seiner „offensichtlichen Philosophie“ gegenüber der „verborgenen“: Die „offensichtliche“ Philosophie will dem Menschen der Gegenwart „Modelle menschlicher Ganzheit“ an die Hand geben, die dem Handeln dienen können. Sie möchte dazu „den Schatz der Kenntnisse“ durch das eine oder andere bereichern.

Die Ergebnisse seiner Schatzsuche hat Hume auf der Basis von medizinischen und naturwissenschaftlichen Kenntnissen seiner Zeit und durch die ‚experimentelle Methode des Nachdenkens, Überlegens und Reflektierens‘ in seiner „Abhandlung über die menschliche Natur“ ausführlich und auf das wesentlichste beschränkt in seiner „Untersuchung des menschlichen Verstandes“ veröffentlicht.

Hume hat sich über traditionelle Sichten hinweggesetzt, weil sie aus seiner Sicht alte Sichtweisen zementierten, anstatt neue zu ermöglichen. Das was er dabei gefunden hat und wie er vorgegangen ist, kann helfen, Menschliches im Sinne einer Ganzheit authentisch zu optimieren.

Bekannt ist seine differenzierte Sicht auf die als Wissen gehandelte  Selbstverständlichkeit „Kausalität“. Leider haben ihm andere unterstellt, eine neue Kausalitätstheorie entwickelt zu haben. Ihm jedoch war aus meiner Sicht daran gelegen, herauszufinden, wie Menschen zu einer für gewiss gehaltenen Auffassung kommen, für die aus seiner Sicht jede Grundlage in der Sache fehlt.

Sein ausgeprägter Sinn für das Hinsehen auf die Sache kann anregen, die eigenen Sichten auf Sachen und Ereignisse in den Blick zu nehmen.

Über mich

Hume’s Philosophieren vom Offensichtlichen aus fasziniert mich. „offensichtlich“ meint das, was sichtbar wird, wenn man offen für neue Sichten ist.

Der Gedanke, dass nicht ‚verändern‘ des anderen, sondern ‚verändern‘ des eigenen, insbesondere der eigenen Sichten ‚verändernd‘ wirken kann, hat mir vor vielen  Jahren den Startschuss zum ‚verändern‘ meines professionellen und privaten Handelns und Denkens gegeben.

Die Theorie dahinter findet sich schon in vielerlei Hinsicht bei David Hume. Sie ist auch das Angebot des Philosophen Rolf Reinhold, der sie aus seinem eigenen Leben herausgefischt hat.

Zu den Philosophie-Seiten von Rolf Reinhold geht es hier http://eigentlichephilosophie.de/

Ich finde, es kann nützlich sein, Theorien, die ‚verändern‘ ermöglichen, weil sie aus dem Hinsehen auf menschliches Pragma entstanden sind, anderen öffentlich zugänglich zu machen.

Menschliches durch Menschliches reflektieren.

MONIKA WIRTHGEN

HAMBURG


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